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Ostern 2020 – 3

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Fürchtet Euch nicht ! – Es ist Ostern !! – Verbindet Euch neu mit Euren Begabtheiten und folgt nicht länger aberwitzigen Blickverstellungen !

 

vgl:  9.4.2020  Verweis auf: Auszug Rubikon: „Hat Bill Gates unverblümt das Motiv hinter den Lockdowns offengelegt?“

Verweis auf: Frag den Staat / Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen  –   Strategiepapier des Bundesinnenministeriums.

Verweis auf Auszug Rubikon:  Rätselhafte Diskrepanz – Obwohl man das Gegenteil vermuten könnte, leiden Menschen in ärmeren Ländern offenbar weniger unter Corona als in den Industrienationen.

 

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vgl auch:  12.4.2020 Verweis auf: Kenfm STANDPUNKTE • Norbert Häring / Die totalitäre Horrorvision des Weltwirtschaftsforums wird wahr gemacht

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Verweis auf:   kenfm Tagesdosis – Franz Ruppert / Infektionsschutz- oder Immunschutz-Strategie?  –  Was wollen wir: Leben oder nur Überleben?

Verweis auf :  Fassadenkratzer – hhludwig / „Das Virus ist nichts, das Milieu ist alles“

Verweis auf: 25.03.2020 Urania Berlin – Dr. Ellis Huber Das Virus, die Menschen und das Leben

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Setzt sie in österlich neuem Selbstbewusstsein ab, die selektiv fokussierten Lupenbrillen, die man Euch täglich rund um die Uhr vor die Augen schiebt.

Verwahrt Euch gegen die verlogenen Vergrößerungsblicke auf die uns angeblich so kaum denkbar feindlichen Mikroben  –  weswegen wir Denkfutter ja offenbar erst gar nicht brauchen !

 

Erst in der Vielfalt unser aller Augen nämlich spiegelt sich, was uns ausmacht, umgibt, belebt und  natürlicherweise  auch gefährdet ! !

Das Ausmaß abzuklären ist dabei nichts, was die einen den anderen einfach ´abnehmen´ könnten . . . , um dann erschallen zu lassen:

„Wir haben ein Gesetz und nach diesem Gesetz muss . . . “   –   Sind wir wieder bei nichts als ´positivem´ Recht, formal zu Buch Gebrachtem und damit dem Verbrechen näher als dem, was Gesetze leisten sollten ? ?

 

Der Ansatz des Nazareners war klar:  wenn Du Hilfe suchst, schau, wo Du sie verankert glaubst, und begreife:  sie liegt viel weniger im Außen, schon gar nicht im notgeschusterten Gesetz, sondern allergrößtenteils jederzeit in Dir selbst bereit.

Mach Dich mit Deinen Begabtheiten bekannt.  Verlass Dich auf das, was   D u   siehst, fühlst, entdeckst, was   D u  in seiner Wahrheit wie in seiner Verlogenheit erkennst, aber auch infrage stellen lässt, und zu dessen Gestaltung   D u   Herz und Hand in Dir spürst und loslegen lassen möchtest ! 

Denn als dieses Wesen, das   D i c h   ausmacht, bist   D u   gemeint und mit der ganzen Fülle göttlichen Wohlwollens ausgestattet und begleitet   –    und nicht als Marionette an die Fäden angeblicher Besserwisser gehängt zugunsten von deren Taschen ! ! 

Und nur als dieses Wesen bist   D u   Dein eigener Kompass beim  Durchschreiten der Angst wie dabei, in Frieden zu kommen mit dem hochanregenden Wechselspiel von Grad- und Ungrad in und zwischen allen und allem . . .  und findest Kraft zu Deinem eigenen Weg !

 

D a s   war zentrales Anliegen des Nazareners:

 

Augenhöhe schaffen und Wege teilen, jede/n in ihrem/seinem Takt erfahren dürfen und ihn darin bestärken  . . . ,

. . . weder rechten und richten, noch mit Zahlenspielen Verwirrung stiften und manipulieren ! 

Einfach und furchtlos die  Strahlkräfte aller einander beleben und jeden Groll sich verflüchtigen lassen . . .,

Berührung schenken und erleben lassen mit jenem Leuchten, das offenbar erst über dem Durchschreiten des Todes seine volle Wahrnehmbarkeit gewinnt und seine ganz besondere Tragkraft . . .

 

 

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. . . wenn Christen sich verlieren . . .

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. . . dann rückt offenbar auch für ihre Kirchen umfangreichstes Befürchten im vorgeblichen Dienst am Menschen weit weit nach vorn . . .

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Es findet sich kirchenseits traurigerweise in den aktuellen Corona-Tagen nirgends wirklich greifbar eine glaubensgetragen entspannende Begleitmelodie zu den weltweit vermeidungsfixierten Lock- und Shut-Down-Zuflüchten der Entscheidngsträger/innen rund um den Globus . . . !

Für etwas Zugewandteres und Glaubensfroheres  als kläglichste Radikal-Begegnungsvermeidung fehlt es dem gehorsams-fixierten Klerus offenbar an eigenverantwortlich-findigen, aber immer noch physisch erlebbar überarbeiteten Gemeinschaftsritualen.

Es ginge doch unverzichtbar nur um ein funktional ausreichendes, aber eben emotional wenigstens halbwegs vertraut sättigendes Quantum an weiträumigerer Gottesdienst- und Krankenbesuchs-Choreographie . . . !!

 

Den da einmal mehr, sogar panisch durchexerzierten angeblichen Alternativlosigkeiten könnten und sollten Christen schließlich intensivst den Umgang Jesu mit dem entgegenhalten, was ihm an Schmerz und Leid, ja Tod zwischen letzter Mahlgemeinschaft mit den Seinen und Grablegung absehbar bevorstand !

Klar !  Situativ beuteln epidemische, gar pandemische Krankheits-Brände Menschen anders als eventueller sozial-religiöser Aufruhr im Umfeld so oder so oppositionallen Auftretens . . .   –  und sicher auch anders als eine in solchen Kontexten zu erwartende Festnahme und Hinrichtung. . .

Gleichwohl ginge es gerade in angst-getriggerten Lebenssituationen wie der gegenwärtigen darum,  namentlich kirchlicherseits daran zu erinnern, dass allein kluges Vermeidungsverhalten für viele das Schreckbild vom unter Seuchen- und wirtschaftlichen Existenzverlust-Vorzeichen wahllos mähenden Sensenmann noch lange nicht zum Verblassen zu bringen vermag. . .

Auch die Rollenzuweisung an den Allmächtigen, den es nun mit Bitten um Verschonung zu bestürmen gälte, kann nie, nicht einmal im Falle Jesu, den   s e l b s t t ä t i g e n    Schritt durch heftigste Todesängste hindurch ersparen,   ü b e r   d e n   a l l e i n    s p ü r b a r    w i r d,   w o    d i e   j e   p e r s ö n l i c h e     F r i e d e n s m ö g l i c h k e i t    m i t   P r o b l e m l a g e    X   letztlich wohl liegen muss, will jede/r auf seine/ihre Weise annehmen lernen, womit sie/er sich in Zusammenhang X begabt findet . .  .

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Nach durchlittener Angst ist dieser Jesus ganz klar, wie empörungsfrei und schnörkellos unpathetisch, ganz in sich ruhend  er bestehen wird, („Stecke dein Schwert in die Scheide!…“)  was man ihm, dem offenbar entschieden zu Unbequemen, auferlegt.

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Denkbar ausgedünnt nur wird aktuell leider  – über den gegenwärtigen umfassenden räumlichen Vermeidungen –  spürbar, dass Christen sich als  Glaubensgemeinschaft begreifen, . . .

. . . die zwar wie alle anderen auch viele Lebens- und Todesängste kennt und diese zuweilen auch wärmend zu teilen weiß, dann  wieder aus den sie begleitenden Verlorenheitsgefühlen eher länger nicht herausfindet. . .

. . .  –  als eine Glaubensgemeinschaft   j e d o c h    z u g l e i c h,  die in eine mittlerweile  2 Jahrtausende  alte    F r o h b o t s c h a f t   hat hineinwachsen dürfen . . .

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Diese Frohbotschaft   n i m m t    d e r    F r a g e ,  welchen Tod Menschen wann sterben werden,    – gerade im Licht von Ostern –       v i e l    B e d r ä n g e n d e s    wie kaum anderes sonst!

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Denn in dieser Botschaft ist von einer   K r a f t    i n   einer/m jeden die Rede, die ihr/m aus dem göttlichen Urgrund und  umfassend  spirituellen Gegenüber alles Existenten frag- und bedingungslos zuwachse   –   ein:

´ Du bist gemeint! –  Von mir, dem sich unablässig u.a. auf Dich zusprechenden Du, das in und zwischen allem schwingt und  Dich und alles um Dich herum will und bejaht. . .

–  Mit dem, was Dich zutiefst ausmacht, ergänzt Du alles Übrige je von neuem unverzichtbar und belebst es Mal für Mal   m i t   durch Deine Einzigartigkeit –  deren  Widerhaken eingeschlossen !  Denn auch von ihnen lebt das Ganze ! –

– An Dir habe ich nicht anders als an allen ein gleichsam väterliches Wohlgefallen, in dem Du immer zu Hause bist!.

Kein Tod muss Dich beunruhigen, denn durch ihn hindurch wirst Du gewisser denn je mit Deiner ganz ureigenen Strahlkraft bekannt werden  –  der Auferstandene Jesus nennt das „seine Herrlichkeit“, in die er „nur so“  – durch die Eigenart   s e i n e s    Wirkens eben –  habe „eingehen“ können (!!) –  ! –

–  Wie ihn, so hat auch Dich diese Strahlkraft ein Leben lang zum Leuchten befähigt, auch wenn Dir das bisher vielleicht viel zu oft entgangen ist . . .

–  Vertrau dieser Kraft in Dir, lebe in der Gewissheit, dass sie in Dir ist und Deinen Weg prägt  – . . .

. . . –  Lerne zu wissen, dass es zu wichtigen Anteilen nicht zuletzt Deine Angst ist, die Dich leitet, Dich einmal mehr mit Deiner Kraft zu verbinden . . .  –   Ganz so, wie die Selbstgewissheit Jesu  in jener denkbar verlassen-angstvollen Nacht am Ölberg über unendlicher Angst zu neuer Tragfähigkeit wuchs:  Sich-Wegducken war für ihn keine Option  –  Leben bedeutete ihm ein beherztes Zugehen auch auf die Quälereien, die seiner dort warteten, wo seine Zeitgenossen auf jeweils ihre dumpfen  Ängste keine anderen als Sündenböcke zerschlagende Antworten wussten . . .

–  Sei gewiss:  Die jeweilige Eigenart alles physisch Existenten lebt von seiner je eigenen Spanne . . .  Sie gilt es zu erspüren und anzunehmen.   Es gibt keine Kraft zum Leben ohne eine Kraft zum Sterben.  Wann welche von beiden uns trägt:  wir werden es jeweils spüren, die Sensitivsten unter uns womöglich ein Leben lang. . .

Jesus beendet seine Tage im nur kurzfristig sich ihm verdunkelnden Wissen darum, dass kein Tod irgendetwas Lebendigem seine Strahlkraft nehmen, sondern umgekehrt  noch  das verborgenste Leuchten ins Grenzenlose freisetzen werde  –  Und er weiß um den umfassenden Frieden, der der gesamten Schöpfung  über diesem Wirkgefüge eignet. . . !

Mit diesem erlösenden Frieden berührt er u.a. seine Weggenossen auf  ihrem Gang nach Emmaus  –  wie eine/n jede/n, die/der  zumindest zuweilen offen wird für die unzähligen Resonanzen vielfältigst geistbewegten wechselseitigen Wohlgefallens in und zwischen allem . . . !´

 

 

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Was beim Betrachten der jährlichen Kar-Tage in den Blick kommen kann . . .

 

 

Christen in aller Welt führen sich in den Tagen um Ostern Jahr für Jahr inspirativ vor Augen, mit wieviel Selbstverlassenheit Menschengruppen oft und oft auf das Joch antworten, unter dem sie jeweils ächzen. . .  Es versteht sich eben für die allermeisten nicht von selbst, auf Schwierigkeiten und Unterdrückungsansprüche selbstbewusst, aber ohne jede Hybris zu antworten und aufeinander hörend und antwortend ´Einbahnstraßen´ entschlossen zu umgehen bzw. sie zu unterlaufen. . .

Wo zuweilen das Warten auf einen Befreier trifft – wie einst für die in Ägypten versklavten Hebräer auf jenen Moses, der nach seiner Begegnung mit dem Gott seiner Väter im brennenden Dornbusch den Mut fasste, sich seinen Mitsklav/innen als von diesem Gott gestärkten Flucht-Anführer anzudienen, da vermag Kraft phasenweise anzustecken und Angst in Mut zu wandeln  –  freilich nur sekundär, nicht aus ringsum ihrerseits entzündet beflügelten Herzen. . .

So feierten die Nachkommen der damals erfolgreich zurück ins Land ihrer Väter Fliehenden rund ein Jahrtausend später (und deren Nachkommen tun es bis heute) auch während der Tage Jesu, des predigenden Zimmermannssohnes aus Nazareth, zwar Pessach, das Fest ´ihrer´ einstigen Befreiung aus Ägypten . . .,  –   aber eben als ein Fest denkbar  schwach wachgehaltener Sehnsucht, in dessen Vorfeld es zu mehr als einer kurzen Euphorie rund um den auf einem Esel nach Jerusalem einreitenden Prediger Jesus nicht reichte . . .

Als dann nichts diese Euphorie belohnte, der Eselsreiter (> Esel/Doku) gar in der Gefangenschaft der römischen Besatzungsmacht landete, dominierte die Selbstverlassenheit in den Herzen derer, die diesem Prediger zu folgen versucht hatten, erneut:   sie hatten weder für ihn, noch für sich selbst irgendeinen Halt . . .  –  Ihr Leben schmeckte nur einmal mehr zutiefst bitter. . .  –  Also sollte er ruhig ans Kreuz !

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Die Selbstgewissheit dieses Jesus freilich, der den Weg durch Leid, tiefste Einsamkeit  und Kreuzestod nur zu gern vermieden hätte, schwand nicht über seiner Angst  –  diese Selbstgewissheit wurzelte in jenem väterlichen Wohlgefallen, in dem er sich wie die gesamte Schöpfung aufgehoben wusste und von dem er seiner Umgebung in jeder seiner Predigten und in den Mahlgemeinschaften auf seinen Wegstationen gekündet hatte – in jenem allumfassenden göttlichen Wohlgefallen, das er hatte fühlbar werden lassen, wo immer er Kranke heilend neu mit ihren Kräften verband:  „Dein Glaube hat dir geholfen!“

Dieses Wohlgefallen nützte ihm zwar ebenso sichtlich wie erwartbar nichts gegen die dumpfe Ängstlichkeit der nach blutigen Entlastungsaktionen gierenden Massen Jerusalems, der in ihren Denkschablonen feststeckenden jüdischen Priesterschaften oder dem Händewaschen des beflissen zwischen allen lavierenden römischen Statthalters Pilatus mit seiner Entscheidungspflicht, Jesu Strafmaß betreffend. . .

Denn Göttliches will keine Macht über Menschen. Aber aus ihm quillt ihnen Kraft, Mut, Steh- und Liebesvermögen, wann immer sie sich mit ihm verbinden . . .  –  so die Botschaft dieses Predigerlebens. . .

Entsprechend finden alle, die Geschehnisse wie diejenigen um Jesu letzte Tage genauer zu betrachten suchen, hier eine ganze Menge von dem gespiegelt, was Menschen zu allen Zeiten in angstvollem Erzittern steckenbleiben lässt . . .

Wie wenig es gleichwohl bei zaghaftem bis zornigem Erzittern sein Bewenden haben muss, das halten die Evangelien im Anschluss menschlicher Mutlosigkeit, Wut und Verzweiflung entgegen:

Im Gang durch den Tod werde entgegen jeder Befürchtung antreffbar, wofür jeder Tod die alten Sensorien erlöschen ließ:  dieser Jesus erfährt aus Tod und Grab heraus eine verklärte Aufgehobenheit in einem Sein gänzlich ureigener Herrlichkeit – so vermittelt er es u.a. zweien seiner Jünger auf ihrem Weg von Jerusalem nach Emmaus:  „Musste nicht der Messias all dies erleiden, um so in seine Herrlichkeit einzugehen?“ . . .   ohne Zorn oder Bitterkeit, ohne strafbewehrte Weltneuordnungs-Ansprüche oder -Vorgaben, zwangfrei das Mögliche bezeugend, das nichts als einfachen Angenommen-Werdens bedarf . . .

–  Also spüren die Beiden wie kaum etwas sonst in ihrem Leben die neue Erfahrbarkeit ihres hingerichteten Freundes:  „Brannte nicht das Herz in uns, wie er unterwegs mit uns redete und uns die Schrift erschloß?“

Niemand muss glauben, was hier als unmittelbar erlebt behauptet ist  –  aber jede/r kann wissen, dass wir der Halbwahrheiten und angst-offenen Wirksamkeits-Entäußerungen nicht mehr bedürfen, wenn wir beginnen, auf uns selbst zu vertrauen in unserer Erspürungsfähigkeit für unsere ureigenen Kräfte in ihrer je einmaligen Strahlkraft:  wir sind da, weil Begabungen in uns stecken, von denen diese Welt ihre Möglichkeiten bezieht. . .  Enthalten wir sie ihr und uns selbst (!) nicht vor . . .   !

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Dorothee Sölle 1929-2003

über auferstehung

Sie fragen mich nach der auferstehung
sicher sicher gehört hab ich davon
daß ein mensch dem tod nicht mehr entgegenrast
daß der tod hinter einem sein kann
weil vor einem die liebe ist
daß die angst hinter einem sein kann
die angst verlassen zu bleiben
weil man selber – gehört hab ich davon
so ganz wird daß nichts da ist
das fortgehen könnte für immer

Ach fragt nicht nach der auferstehung
ein märchen aus uralten zeiten
das kommt dir schnell aus dem sinn
ich höre denen zu
die mich austrocknen und kleinmachen
ich richte mich ein
auf die langsame gewöhnung ans totsein
in der geheizten wohnung
den großen stein vor der tür

Ach frag du mich nach der auferstehung
ach hör nicht auf mich zu fragen

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