Was uns neu durchwehen könnte . . .

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Pfingsten 2020

geist3

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ikarus-schembs

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. . .   ich halte viel davon, souverän und ´erlaubnisfrei´ gemeinschaftlich einfach zu tun, was ansteht   –  mit Blick auf eine entschlossene und findige Grundlegung der Lebensweisen, deren Neuordnung schon lange vor der Coronakrise anstand und nun weitere Herausforderungen ´hinzugemanagt´ erhalten hat.
Was da ansteht, ist zum Wachsen zu bringende Verständigung über das, wohin wir wollen können, wenn wir als Bevölkerung zunehmend souverän aufzubrechen beginnen zu unseren besseren Möglichkeiten . . .

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LETZTLICH BEDEUTET DAS DEN WEG ZU EINER GESAMTGESELLSCHAFTLICHEN GESELLSCHAFTSVERTRAGS-NEU-JUSTIERUNG, EINER GROSSEN LOSBüRGER/INNEN-VERSAMMLUNG, mittels deren alle Gelegenheit erhalten, herauszufinden, wie es denn besser gehen könnte als bisher  und nur sehr u.a. in gesundheitspoltischen Krisenmangements-Fragen.
Ich werbe für einen bewusst und entschieden unaggressiven, und stattdessen hochlebendigen Weg zu neuem Miteinander, wie ich ihn auch als „Manifest Bürger-Aufbruch 2020“ zu entwickeln versucht habe.
. . . Für ein gemeinsames Nachdenken aller über Tragfähigeres und Gedeihlicheres als das, was wir uns über welches Verhalten immer eingebrockt haben . . .  –   auf der Suche nach Auseinandersetzungen ohne ´Schwert´und Strafbewehrtheit (!)  in  einfachem Sich-Wenden  zu  Findbarem und weg von irgendwelchen Maximal-Invasiva aus völlig vereinseitigtem Respekt . . .
Ein solcher Weg entspricht dem bürgerschaftlichen Souveränitäts-Prinzip fraglos auch grundgesetzlich und ist Ausdruck menschlicher Selbstbestimmungsrechte mit Gehör für jeden . . .
. . .   –   wofern da nichts vom Zaun gebrochen wird , sondern in einer Bürger/innenkreis-/Dialog-Bewegung gut sich einwurzelnd mehr oder minder flächendeckend zum Wachsen aufgerufen wird. . .
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Ziel sollte für mein Begreifen   a l l e i n   sein, ungerechtfertigte und jeder Menschenwürde zuwiderlaufende Machtansprüche  zunehmend gezielt einfach links liegen zu lassen !
Es ginge darum,  n e b e n   ihnen und weitgehend unabhängig von ihnen an selbstorganisatorischen, schöner gesagt, autopoietischen, Regelungs- und Aktionswegen zu arbeiten, sie ganz konkret in ersten Ansätzen ins Leben zu rufen und uns so der Wirksamkeit bestehender Problem-Strukturen zu entziehen !
Werden wir überzeugend durch die Art, wie wir immer breiter beginnen, unsere Systeme so neu zu diskutieren, dass wir wechselseitige Anregung zu unserem Kulturprinzip machen und nicht Macht zu und Kampf gegen !

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vertrauen

Verweis auf : 07.03.2017 Vortrag Eugen Drewermann „Denn der Wind weht wo er will“

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M.L. Kaschnutz  /Auferstehung

Manchmal stehen wir auf
Stehen wir zur Auferstehung auf
Mitten am Tage
Mit unserem lebendigen Haar
Mit unserer atmenden Haut

Nur das Gewohnte ist um uns.
Keine Fata Morgana von Palmen
Mit weidenden Löwen
Und sanften Wölfen.

Die Weckuhren hören nicht auf zu ticken
Ihre Leuchtzeiger löschen nicht aus.

Und dennoch leicht
Und dennoch unverwundbar
Geordnet in geheimnisvolle Ordnung
Vorweggenommen in ein Haus aus Licht.

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gw / 

Ostern 2020 – 3

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Fürchtet Euch nicht ! – Es ist Ostern !! – Verbindet Euch neu mit Euren Begabtheiten und folgt nicht länger aberwitzigen Blickverstellungen !

 

vgl:  9.4.2020  Verweis auf: Auszug Rubikon: „Hat Bill Gates unverblümt das Motiv hinter den Lockdowns offengelegt?“

Verweis auf: Frag den Staat / Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen  –   Strategiepapier des Bundesinnenministeriums.

Verweis auf Auszug Rubikon:  Rätselhafte Diskrepanz – Obwohl man das Gegenteil vermuten könnte, leiden Menschen in ärmeren Ländern offenbar weniger unter Corona als in den Industrienationen.

 

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corman

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vgl auch:  12.4.2020 Verweis auf: Kenfm STANDPUNKTE • Norbert Häring / Die totalitäre Horrorvision des Weltwirtschaftsforums wird wahr gemacht

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Verweis auf:   kenfm Tagesdosis – Franz Ruppert / Infektionsschutz- oder Immunschutz-Strategie?  –  Was wollen wir: Leben oder nur Überleben?

Verweis auf :  Fassadenkratzer – hhludwig / „Das Virus ist nichts, das Milieu ist alles“

Verweis auf: 25.03.2020 Urania Berlin – Dr. Ellis Huber Das Virus, die Menschen und das Leben

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Setzt sie in österlich neuem Selbstbewusstsein ab, die selektiv fokussierten Lupenbrillen, die man Euch täglich rund um die Uhr vor die Augen schiebt.

Verwahrt Euch gegen die verlogenen Vergrößerungsblicke auf die uns angeblich so kaum denkbar feindlichen Mikroben  –  weswegen wir Denkfutter ja offenbar erst gar nicht brauchen !

 

Erst in der Vielfalt unser aller Augen nämlich spiegelt sich, was uns ausmacht, umgibt, belebt und  natürlicherweise  auch gefährdet ! !

Das Ausmaß abzuklären ist dabei nichts, was die einen den anderen einfach ´abnehmen´ könnten . . . , um dann erschallen zu lassen:

„Wir haben ein Gesetz und nach diesem Gesetz muss . . . “   –   Sind wir wieder bei nichts als ´positivem´ Recht, formal zu Buch Gebrachtem und damit dem Verbrechen näher als dem, was Gesetze leisten sollten ? ?

 

Der Ansatz des Nazareners war klar:  wenn Du Hilfe suchst, schau, wo Du sie verankert glaubst, und begreife:  sie liegt viel weniger im Außen, schon gar nicht im notgeschusterten Gesetz, sondern allergrößtenteils jederzeit in Dir selbst bereit.

Mach Dich mit Deinen Begabtheiten bekannt.  Verlass Dich auf das, was   D u   siehst, fühlst, entdeckst, was   D u  in seiner Wahrheit wie in seiner Verlogenheit erkennst, aber auch infrage stellen lässt, und zu dessen Gestaltung   D u   Herz und Hand in Dir spürst und loslegen lassen möchtest ! 

Denn als dieses Wesen, das   D i c h   ausmacht, bist   D u   gemeint und mit der ganzen Fülle göttlichen Wohlwollens ausgestattet und begleitet   –    und nicht als Marionette an die Fäden angeblicher Besserwisser gehängt zugunsten von deren Taschen ! ! 

Und nur als dieses Wesen bist   D u   Dein eigener Kompass beim  Durchschreiten der Angst wie dabei, in Frieden zu kommen mit dem hochanregenden Wechselspiel von Grad- und Ungrad in und zwischen allen und allem . . .  und findest Kraft zu Deinem eigenen Weg !

 

D a s   war zentrales Anliegen des Nazareners:

 

Augenhöhe schaffen und Wege teilen, jede/n in ihrem/seinem Takt erfahren dürfen und ihn darin bestärken  . . . ,

. . . weder rechten und richten, noch mit Zahlenspielen Verwirrung stiften und manipulieren ! 

Einfach und furchtlos die  Strahlkräfte aller einander beleben und jeden Groll sich verflüchtigen lassen . . .,

Berührung schenken und erleben lassen mit jenem Leuchten, das offenbar erst über dem Durchschreiten des Todes seine volle Wahrnehmbarkeit gewinnt und seine ganz besondere Tragkraft . . .

 

 

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. . . wenn Christen sich verlieren . . .

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. . . dann rückt offenbar auch für ihre Kirchen umfangreichstes Befürchten im vorgeblichen Dienst am Menschen weit weit nach vorn . . .

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behaup

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Es findet sich kirchenseits traurigerweise in den aktuellen Corona-Tagen nirgends wirklich greifbar eine glaubensgetragen entspannende Begleitmelodie zu den weltweit vermeidungsfixierten Lock- und Shut-Down-Zuflüchten der Entscheidngsträger/innen rund um den Globus . . . !

Für etwas Zugewandteres und Glaubensfroheres  als kläglichste Radikal-Begegnungsvermeidung fehlt es dem gehorsams-fixierten Klerus offenbar an eigenverantwortlich-findigen, aber immer noch physisch erlebbar überarbeiteten Gemeinschaftsritualen.

Es ginge doch unverzichtbar nur um ein funktional ausreichendes, aber eben emotional wenigstens halbwegs vertraut sättigendes Quantum an weiträumigerer Gottesdienst- und Krankenbesuchs-Choreographie . . . !!

 

Den da einmal mehr, sogar panisch durchexerzierten angeblichen Alternativlosigkeiten könnten und sollten Christen schließlich intensivst den Umgang Jesu mit dem entgegenhalten, was ihm an Schmerz und Leid, ja Tod zwischen letzter Mahlgemeinschaft mit den Seinen und Grablegung absehbar bevorstand !

Klar !  Situativ beuteln epidemische, gar pandemische Krankheits-Brände Menschen anders als eventueller sozial-religiöser Aufruhr im Umfeld so oder so oppositionallen Auftretens . . .   –  und sicher auch anders als eine in solchen Kontexten zu erwartende Festnahme und Hinrichtung. . .

Gleichwohl ginge es gerade in angst-getriggerten Lebenssituationen wie der gegenwärtigen darum,  namentlich kirchlicherseits daran zu erinnern, dass allein kluges Vermeidungsverhalten für viele das Schreckbild vom unter Seuchen- und wirtschaftlichen Existenzverlust-Vorzeichen wahllos mähenden Sensenmann noch lange nicht zum Verblassen zu bringen vermag. . .

Auch die Rollenzuweisung an den Allmächtigen, den es nun mit Bitten um Verschonung zu bestürmen gälte, kann nie, nicht einmal im Falle Jesu, den   s e l b s t t ä t i g e n    Schritt durch heftigste Todesängste hindurch ersparen,   ü b e r   d e n   a l l e i n    s p ü r b a r    w i r d,   w o    d i e   j e   p e r s ö n l i c h e     F r i e d e n s m ö g l i c h k e i t    m i t   P r o b l e m l a g e    X   letztlich wohl liegen muss, will jede/r auf seine/ihre Weise annehmen lernen, womit sie/er sich in Zusammenhang X begabt findet . .  .

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Nach durchlittener Angst ist dieser Jesus ganz klar, wie empörungsfrei und schnörkellos unpathetisch, ganz in sich ruhend  er bestehen wird, („Stecke dein Schwert in die Scheide!…“)  was man ihm, dem offenbar entschieden zu Unbequemen, auferlegt.

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Denkbar ausgedünnt nur wird aktuell leider  – über den gegenwärtigen umfassenden räumlichen Vermeidungen –  spürbar, dass Christen sich als  Glaubensgemeinschaft begreifen, . . .

. . . die zwar wie alle anderen auch viele Lebens- und Todesängste kennt und diese zuweilen auch wärmend zu teilen weiß, dann  wieder aus den sie begleitenden Verlorenheitsgefühlen eher länger nicht herausfindet. . .

. . .  –  als eine Glaubensgemeinschaft   j e d o c h    z u g l e i c h,  die in eine mittlerweile  2 Jahrtausende  alte    F r o h b o t s c h a f t   hat hineinwachsen dürfen . . .

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Diese Frohbotschaft   n i m m t    d e r    F r a g e ,  welchen Tod Menschen wann sterben werden,    – gerade im Licht von Ostern –       v i e l    B e d r ä n g e n d e s    wie kaum anderes sonst!

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Denn in dieser Botschaft ist von einer   K r a f t    i n   einer/m jeden die Rede, die ihr/m aus dem göttlichen Urgrund und  umfassend  spirituellen Gegenüber alles Existenten frag- und bedingungslos zuwachse   –   ein:

´ Du bist gemeint! –  Von mir, dem sich unablässig u.a. auf Dich zusprechenden Du, das in und zwischen allem schwingt und  Dich und alles um Dich herum will und bejaht. . .

–  Mit dem, was Dich zutiefst ausmacht, ergänzt Du alles Übrige je von neuem unverzichtbar und belebst es Mal für Mal   m i t   durch Deine Einzigartigkeit –  deren  Widerhaken eingeschlossen !  Denn auch von ihnen lebt das Ganze ! –

– An Dir habe ich nicht anders als an allen ein gleichsam väterliches Wohlgefallen, in dem Du immer zu Hause bist!.

Kein Tod muss Dich beunruhigen, denn durch ihn hindurch wirst Du gewisser denn je mit Deiner ganz ureigenen Strahlkraft bekannt werden  –  der Auferstandene Jesus nennt das „seine Herrlichkeit“, in die er „nur so“  – durch die Eigenart   s e i n e s    Wirkens eben –  habe „eingehen“ können (!!) –  ! –

–  Wie ihn, so hat auch Dich diese Strahlkraft ein Leben lang zum Leuchten befähigt, auch wenn Dir das bisher vielleicht viel zu oft entgangen ist . . .

–  Vertrau dieser Kraft in Dir, lebe in der Gewissheit, dass sie in Dir ist und Deinen Weg prägt  – . . .

. . . –  Lerne zu wissen, dass es zu wichtigen Anteilen nicht zuletzt Deine Angst ist, die Dich leitet, Dich einmal mehr mit Deiner Kraft zu verbinden . . .  –   Ganz so, wie die Selbstgewissheit Jesu  in jener denkbar verlassen-angstvollen Nacht am Ölberg über unendlicher Angst zu neuer Tragfähigkeit wuchs:  Sich-Wegducken war für ihn keine Option  –  Leben bedeutete ihm ein beherztes Zugehen auch auf die Quälereien, die seiner dort warteten, wo seine Zeitgenossen auf jeweils ihre dumpfen  Ängste keine anderen als Sündenböcke zerschlagende Antworten wussten . . .

–  Sei gewiss:  Die jeweilige Eigenart alles physisch Existenten lebt von seiner je eigenen Spanne . . .  Sie gilt es zu erspüren und anzunehmen.   Es gibt keine Kraft zum Leben ohne eine Kraft zum Sterben.  Wann welche von beiden uns trägt:  wir werden es jeweils spüren, die Sensitivsten unter uns womöglich ein Leben lang. . .

Jesus beendet seine Tage im nur kurzfristig sich ihm verdunkelnden Wissen darum, dass kein Tod irgendetwas Lebendigem seine Strahlkraft nehmen, sondern umgekehrt  noch  das verborgenste Leuchten ins Grenzenlose freisetzen werde  –  Und er weiß um den umfassenden Frieden, der der gesamten Schöpfung  über diesem Wirkgefüge eignet. . . !

Mit diesem erlösenden Frieden berührt er u.a. seine Weggenossen auf  ihrem Gang nach Emmaus  –  wie eine/n jede/n, die/der  zumindest zuweilen offen wird für die unzähligen Resonanzen vielfältigst geistbewegten wechselseitigen Wohlgefallens in und zwischen allem . . . !´

 

 

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Ostern 2020-1

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Was beim Betrachten der jährlichen Kar-Tage in den Blick kommen kann . . .

 

 

Christen in aller Welt führen sich in den Tagen um Ostern Jahr für Jahr inspirativ vor Augen, mit wieviel Selbstverlassenheit Menschengruppen oft und oft auf das Joch antworten, unter dem sie jeweils ächzen. . .  Es versteht sich eben für die allermeisten nicht von selbst, auf Schwierigkeiten und Unterdrückungsansprüche selbstbewusst, aber ohne jede Hybris zu antworten und aufeinander hörend und antwortend ´Einbahnstraßen´ entschlossen zu umgehen bzw. sie zu unterlaufen. . .

Wo zuweilen das Warten auf einen Befreier trifft – wie einst für die in Ägypten versklavten Hebräer auf jenen Moses, der nach seiner Begegnung mit dem Gott seiner Väter im brennenden Dornbusch den Mut fasste, sich seinen Mitsklav/innen als von diesem Gott gestärkten Flucht-Anführer anzudienen, da vermag Kraft phasenweise anzustecken und Angst in Mut zu wandeln  –  freilich nur sekundär, nicht aus ringsum ihrerseits entzündet beflügelten Herzen. . .

So feierten die Nachkommen der damals erfolgreich zurück ins Land ihrer Väter Fliehenden rund ein Jahrtausend später (und deren Nachkommen tun es bis heute) auch während der Tage Jesu, des predigenden Zimmermannssohnes aus Nazareth, zwar Pessach, das Fest ´ihrer´ einstigen Befreiung aus Ägypten . . .,  –   aber eben als ein Fest denkbar  schwach wachgehaltener Sehnsucht, in dessen Vorfeld es zu mehr als einer kurzen Euphorie rund um den auf einem Esel nach Jerusalem einreitenden Prediger Jesus nicht reichte . . .

Als dann nichts diese Euphorie belohnte, der Eselsreiter (> Esel/Doku) gar in der Gefangenschaft der römischen Besatzungsmacht landete, dominierte die Selbstverlassenheit in den Herzen derer, die diesem Prediger zu folgen versucht hatten, erneut:   sie hatten weder für ihn, noch für sich selbst irgendeinen Halt . . .  –  Ihr Leben schmeckte nur einmal mehr zutiefst bitter. . .  –  Also sollte er ruhig ans Kreuz !

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Die Selbstgewissheit dieses Jesus freilich, der den Weg durch Leid, tiefste Einsamkeit  und Kreuzestod nur zu gern vermieden hätte, schwand nicht über seiner Angst  –  diese Selbstgewissheit wurzelte in jenem väterlichen Wohlgefallen, in dem er sich wie die gesamte Schöpfung aufgehoben wusste und von dem er seiner Umgebung in jeder seiner Predigten und in den Mahlgemeinschaften auf seinen Wegstationen gekündet hatte – in jenem allumfassenden göttlichen Wohlgefallen, das er hatte fühlbar werden lassen, wo immer er Kranke heilend neu mit ihren Kräften verband:  „Dein Glaube hat dir geholfen!“

Dieses Wohlgefallen nützte ihm zwar ebenso sichtlich wie erwartbar nichts gegen die dumpfe Ängstlichkeit der nach blutigen Entlastungsaktionen gierenden Massen Jerusalems, der in ihren Denkschablonen feststeckenden jüdischen Priesterschaften oder dem Händewaschen des beflissen zwischen allen lavierenden römischen Statthalters Pilatus mit seiner Entscheidungspflicht, Jesu Strafmaß betreffend. . .

Denn Göttliches will keine Macht über Menschen. Aber aus ihm quillt ihnen Kraft, Mut, Steh- und Liebesvermögen, wann immer sie sich mit ihm verbinden . . .  –  so die Botschaft dieses Predigerlebens. . .

Entsprechend finden alle, die Geschehnisse wie diejenigen um Jesu letzte Tage genauer zu betrachten suchen, hier eine ganze Menge von dem gespiegelt, was Menschen zu allen Zeiten in angstvollem Erzittern steckenbleiben lässt . . .

Wie wenig es gleichwohl bei zaghaftem bis zornigem Erzittern sein Bewenden haben muss, das halten die Evangelien im Anschluss menschlicher Mutlosigkeit, Wut und Verzweiflung entgegen:

Im Gang durch den Tod werde entgegen jeder Befürchtung antreffbar, wofür jeder Tod die alten Sensorien erlöschen ließ:  dieser Jesus erfährt aus Tod und Grab heraus eine verklärte Aufgehobenheit in einem Sein gänzlich ureigener Herrlichkeit – so vermittelt er es u.a. zweien seiner Jünger auf ihrem Weg von Jerusalem nach Emmaus:  „Musste nicht der Messias all dies erleiden, um so in seine Herrlichkeit einzugehen?“ . . .   ohne Zorn oder Bitterkeit, ohne strafbewehrte Weltneuordnungs-Ansprüche oder -Vorgaben, zwangfrei das Mögliche bezeugend, das nichts als einfachen Angenommen-Werdens bedarf . . .

–  Also spüren die Beiden wie kaum etwas sonst in ihrem Leben die neue Erfahrbarkeit ihres hingerichteten Freundes:  „Brannte nicht das Herz in uns, wie er unterwegs mit uns redete und uns die Schrift erschloß?“

Niemand muss glauben, was hier als unmittelbar erlebt behauptet ist  –  aber jede/r kann wissen, dass wir der Halbwahrheiten und angst-offenen Wirksamkeits-Entäußerungen nicht mehr bedürfen, wenn wir beginnen, auf uns selbst zu vertrauen in unserer Erspürungsfähigkeit für unsere ureigenen Kräfte in ihrer je einmaligen Strahlkraft:  wir sind da, weil Begabungen in uns stecken, von denen diese Welt ihre Möglichkeiten bezieht. . .  Enthalten wir sie ihr und uns selbst (!) nicht vor . . .   !

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ds

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Dorothee Sölle 1929-2003

über auferstehung

Sie fragen mich nach der auferstehung
sicher sicher gehört hab ich davon
daß ein mensch dem tod nicht mehr entgegenrast
daß der tod hinter einem sein kann
weil vor einem die liebe ist
daß die angst hinter einem sein kann
die angst verlassen zu bleiben
weil man selber – gehört hab ich davon
so ganz wird daß nichts da ist
das fortgehen könnte für immer

Ach fragt nicht nach der auferstehung
ein märchen aus uralten zeiten
das kommt dir schnell aus dem sinn
ich höre denen zu
die mich austrocknen und kleinmachen
ich richte mich ein
auf die langsame gewöhnung ans totsein
in der geheizten wohnung
den großen stein vor der tür

Ach frag du mich nach der auferstehung
ach hör nicht auf mich zu fragen

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gw / 2020  Ostern – 2

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Impressum

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gabriele weis

Wäldemleweg 2, 79872 Bernau

gabrieleweis@web.de

gabrieleweis@posteo.de

_______________________________________

Studium Germanistik, Geschichte in Heidelberg & Münster

Referendariat am Studienseminar Heilbronn

ab 1979/80 Lehrerin an einem privaten neusprachlichen Heidelberger Gymnasium

dort ab 2006/07 beurlaubt für Aktivitäten im Alternativschul-Gründungsbereich – kulturpolitisch in BW leider unerwünscht, keine weitere Genehmigung

seit Ende der 90er Jahre Zusammenstellung einer ausgedehnten Infopage (Geschichte, Politik, Philosophie, Literatur, Methodik) als zusätzliche E-Learning-Quelle

seit 2003 Erarbeitung eines selbstorganisatorischen Schulmodells

Realisierung ebenfalls kulturpolitisch in BW unerwünscht… Realisierungsversuch gescheitert…

seit 2008 > Aufgabe des Lehrberufes zugunsten diverser privater, familiärer und ehrenamtlicher Engagements

Okt. 2017 wieder aufgenommene Internet-Aktivitäten mit intensivierten Überlegungen zu BGE- Möglichkeiten
>>> weiterer Ausbau …

Websites:

http://www.radisli-vesper-plus-bernau.de/

https://diskursblickwechsel.wordpress.com/

https://wordpress.com/page/diskursplanb.home.blog

Das  Wort der DBK  zum Weltkriegsbeginn vor 80 Jahren, lässt mich stolpern – leider einmal mehr:

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„Wir appellieren an alle, aus der gemeinsamen Erinnerung an die von Gewalt und Unrecht belastete Vergangenheit und ebenso aus der Erinnerung an die ermutigenden Zeugnisse der Menschlichkeit Kraft und Inspiration für das weitere gemeinsame Handeln für Frieden und Einheit zu schöpfen.

Dabei vertrauen wir auf die Hilfe Gottes, dem wir unsere Nationen und alle Völker Europas sowie die ganze Erde anvertrauen. Wir rufen dazu auf, am 1. September in allen Gottesdiensten Fürbitte um Frieden in der Welt zu halten. Wir ersuchen auch alle Gläubigen, in ihren persönlichen Gebeten um die Beendigung aller Konflikte und Kriege, allen Terrors und aller Gewalt zu bitten und Frieden für alle Menschen zu erflehen. Maria, die Königin des Friedens, möge uns bei unseren Bitten und Gebeten mit ihrer Fürsprache bei ihrem Sohn Jesus Christus beistehen.“

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Was wäre hiernach die Sache Gottes, was die der Menschen ?  Was beider Verhältnis und was ein zutiefst jesuanischer Ansatz im Umgang mit Feindschaft, Verbrechen, und Versöhnung, wozu hier leider überhaupt nichts angeregt ist …

– Dabei vertrauen wir auf die Hilfe Gottes ?? Was, bitte heißt das ?!
– dem wir unsere Nationen und alle Völker Europas sowie die ganze Erde anvertrauen ?? eine denkwürdige Aufzählung !!  Und was heißt „anvertrauen“ ?  –  da schwingt  einiges  ins Schräge …!
– Wir ersuchen auch alle Gläubigen ?? – brennende Herzen reden anders Und:  Wir, die Amtsträger gegenüber den Gläubigen ?!! 

Nichts von einem notwendigen Bohren am immer verbreiteteren Bau welteweiter kriegerischer Szenarien, das man zumeist wie selbtverständlich ohne ausdrücklich christliches Entgegenwirken einfach geschehen lässt … !   …


Sollten sich nicht Christen vielleicht sogar zuallererst angesichts derart fürchterlicher Jährungen   –  wie jener nunmehr 80 Jahre seit dem Überfall auf Polen, dem Beginn eines rund 60 Mio. Tote  und und und fordernden ungeheuerlichen Schlachtens –  endlich darauf besinnen, mit Konflikten und Kränkungen so umgehen zu lernen, dass dergleichen nicht mehr „unterläuft“, …

… – weil man möglichst nicht hinzusehen wagt, welche Spieler da jeweils, gierig wonach, an welchen Ermächtigungs-Programmen basteln ? !!!  …

… –  und weil Gewalt doch für die allermeisten und ganz entgegen ihrer Christlichkeit auch nach 2000 Jahren noch das Mittel der Wahl ist, wenn es den Weg zum Zielzu verkürzen verspricht…?!

Wann je hätten die christlichen Kirchen sich der umfassenden Weisheit von Jesu Bergpredigt wirklich ohne Wenn und Aber zu stellen gewagt ?

Wie sehr vergreifen sie sich da in vieler Hinsicht tagtäglich an dem, den sie da noch dazu in heftigsten Dogmatismen verkünden ? !

Dass  die Botschaft des Auferstandenen: „MUSSTE DENN NICHT DER CHRISTUS SOLCHES ERLEIDEN UND SO IN SEINE HERRLICHKEIT EINGEHEN?“ (Lukas 24,26) den Appell bedeutet, Jesus genau darin nachzufolgen  …

… und das unter dem Dictum: „Friede sei mit Euch! Fürchtet euch nicht!“ …   ?

… was man nicht zu ändern vermag, bleibt eben zu erleiden …

– ohne Groll …

–  im Wissen um die je eigene ´Herrlichkeit´ in Sein und Werden, die dem göttlich in die Existenz gesprochenen DU des Ganzen gegenüber kein Unrecht und Leiden auszulöschen vermag …

–  sowie barmherzig gegenüber denen, die es nicht anders wussten?

–  Das erschließt sich den sogenannten „Realisten“ des Glaubens gemäß ihrer Überzeugung von der grundlegenden Lenkungsbedürftigkeit einer sündigkeits-gefangenen Menchheit mittels besonders begnadeter Kirchen-Autoritäten dann offenbar leider gerade mal in Teilen …

Sonst kämen ihnen andere Worte über die Lippen als die des Bischofs-Konferenz-„Wortes“ zum Weltkriegsbegrinn vor 80 Jahren !

_____________________

vgl.  gw/  1999 OSTERREFLEXION 

Gottes Liebe gilt laut Bergpredigt ausdrücklich Gerechten wie Ungerechten gleichermaßen – sie alle sind seine Geschöpfe und er nährt sie ohne Unterschied …

…, auf dass sie sich selbst und die gesamte Schöpfung als jene Worte eines sich auf sie hinsprechenden DU erfahren, das alles Existente einmalig und milliardenfach unverwechselbar in die vielfältigsten Weisen von Leben ruft … !


W e n n    Frieden sich ereignet, ereignet er sich über alles Quälende hinweg vermittels Frieden schenkender Menschenherzen – wie jenes des Auferstandenen …


„Bittet, und Ihr werdet empfangen.“, sagt Jesus –

– Aber doch wohl einander und von einander   –  und annahme-bereit !

mal gekränkt, mal heil geworden-zugewandt – in demütig-barmherzigem, wechselseitigem Verurteilungsverzicht …

voller Ehrfurcht vor dem erahnbaren göttlichen Wort in noch dem bedrängendsten Wesen …

und voller Respekt vor dessen vielfach aus Qualen wachsenden und ihrerseits Qualen bereitenden Grenzen … !

Gott wäre keiner, müsste man seine Ohren ´erstürmen´ !

Es  geht  um   u n s e r e   Ohren und Herzen – doch nicht um göttliche Großtaten … ! …

Gott   i s t   Wort und Herz und Ohr und Hand …   –  Um   s e i n e    Offenheit muss niemand bitten …

– … Es geht  d a r u m , dass  w i r   unsbetend und gleichsam um unsere tiefsten Erinnerungen an das umfassend Göttliche in allem bittend – in den Himmel  hinein … und weit über die Erde und all ihre Wesenheiten hin …  s p a n n e n, …

Himmel und Erde als jenes atem-& kraftspendenede DU an uns heranlassen, in das wir göttlicherseits hineingesprochen sind, … („Im Anfang war das Wort“)

jenes DU, das uns Berührung zu schenken vermag mit der ganzen Vielfalt, die wir alle – weit weit jenseits unserer selektierenden Ausgrenzungs-Wünsche – in uns tragen

In den Bildern von Vater, menschgewordenem Sohn und Geist rückt Jesus   d a s   in unseren Horizont…,   w a s   mit göttlichem Segen, mit göttlicher Gnade und göttlichem Beistand   gemeint sein kann:

ein unerschöpfliches DU, das uns ins Leben hineinspricht und – wo immer wir es zulassen – mit umfassendem Wohlgefallen beantwortend und stärkend begleitet …

… …  …  und überkommen verfasster Glaube verfängt sich …  in „Superman-Phantasien“  …  über diesen – definitionsgemäß ja vielleicht eher irrig erfasst „allmächtigen“ (!) – göttlichen Urgrund in allem … !

Wieviel beharrliche Ertaubung braucht es zu solchen Gottes-Phantasien ?


Wo unsere Herzen ihre Kampfpanzer nicht ablegen – obwohl, und gerade weil,  sie es auch mit Unrecht gegen sich zu tun haben -, …

werden sie weder Frieden finden, noch welchen zu schenken vermögen.

Verhärtungen schaffen allenfalls Friedhofsruhe…

Allein einem Uns-Halten-Lassen im allumschließenden Du Gottes sollten all unsere Bitten   – auch die „um Frieden“ –  folglich gelten … !

Das bewundernde Erbeben vor göttlichen Gewalttaten war der Horizont des Alten Testaments der Bibel.

Die Botschaft Jesu galt und gilt dem     – a l l e n    liebend  und   o h n e    U r t e i l  zugetanen –    göttlich auf uns zugesprochenen Du unserer Existenz …,
… – dem Jahwe, von dem immerhin Moses schon im Ansatz erfuhr: als von dem „Ich-bin-der-ich-da-bin-für-dich“  im brennenden Dornbusch !

M a c h t    hingegen bedeutet in der Regel die Verlockung ins Irrige – die Wüsten-FataMorganen Jesu sprechen das überdeutlch an … !

FRIEDEN  ist  GESCHENK :

–  er lässt sich eben nicht militärisch herstellen … !

–  wir können ihn nur wechselseitig halten, anbieten und erbitten, …

–  … uns so mit ihm beschenken lassen, wie es der österlich verklärte Jesus allen gegenüber tat, die seine auferstandene Berührung erfuhren…

– wir können ihn nicht aus fremder Hand erjagen, nur in uns wachsen lassen als Antwort auf jenen Frieden, den der für uns hat und gänzlich fraglos an uns schenkt, der uns in dieses Leben hineingesprochen hat   –  mit der Aufforderung zu einem  Fortan-Nicht-Mehr dessen, was wir anderen zugemutet haben… !

– wir können uns dafür öffnen & an andere weiterschenken, womit wir da von Gott selbst Beschenkte sind …

– und wir vermögen das zuerst wie zuletzt in jener Vergebungs-Kraft, die ein allumfangendes göttliches Du in unsere Herzen zu legen vermag, wo immer wir jeden verurteilungsgewissen Stein aus der Hand zu legen bereit sind …

… nur dann suchen wir unter uns   W a h r h e i t   im Sinne des Weges Jesu …,
jenseits allen bewehrten Umgangs miteinander

– die Wahrheit kindlich offenen Zutrauens in das große DU, das in allem schwingt erspürbar macht –

Wir sind nicht ´Instrumente Gottes´ (Herr Kardinal Marx, wie Sie auf dem Münsteraner ´Friedens´-Katholikentag meinten), wir sind von ihm Gemeinte… !

Lernen wir, einander zu meinen – nicht zuletzt da, wo wir übereinander stolpern… !