Das  Wort der DBK  zum Weltkriegsbeginn vor 80 Jahren, lässt mich stolpern – leider einmal mehr:

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„Wir appellieren an alle, aus der gemeinsamen Erinnerung an die von Gewalt und Unrecht belastete Vergangenheit und ebenso aus der Erinnerung an die ermutigenden Zeugnisse der Menschlichkeit Kraft und Inspiration für das weitere gemeinsame Handeln für Frieden und Einheit zu schöpfen.

Dabei vertrauen wir auf die Hilfe Gottes, dem wir unsere Nationen und alle Völker Europas sowie die ganze Erde anvertrauen. Wir rufen dazu auf, am 1. September in allen Gottesdiensten Fürbitte um Frieden in der Welt zu halten. Wir ersuchen auch alle Gläubigen, in ihren persönlichen Gebeten um die Beendigung aller Konflikte und Kriege, allen Terrors und aller Gewalt zu bitten und Frieden für alle Menschen zu erflehen. Maria, die Königin des Friedens, möge uns bei unseren Bitten und Gebeten mit ihrer Fürsprache bei ihrem Sohn Jesus Christus beistehen.“

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Was wäre hiernach die Sache Gottes, was die der Menschen ?  Was beider Verhältnis und was ein zutiefst jesuanischer Ansatz im Umgang mit Feindschaft, Verbrechen, und Versöhnung, wozu hier leider überhaupt nichts angeregt ist …

– Dabei vertrauen wir auf die Hilfe Gottes ?? Was, bitte heißt das ?!
– dem wir unsere Nationen und alle Völker Europas sowie die ganze Erde anvertrauen ?? eine denkwürdige Aufzählung !!  Und was heißt „anvertrauen“ ?  –  da schwingt  einiges  ins Schräge …!
– Wir ersuchen auch alle Gläubigen ?? – brennende Herzen reden anders Und:  Wir, die Amtsträger gegenüber den Gläubigen ?!! 

Nichts von einem notwendigen Bohren am immer verbreiteteren Bau welteweiter kriegerischer Szenarien, das man zumeist wie selbtverständlich ohne ausdrücklich christliches Entgegenwirken einfach geschehen lässt … !   …


Sollten sich nicht Christen vielleicht sogar zuallererst angesichts derart fürchterlicher Jährungen   –  wie jener nunmehr 80 Jahre seit dem Überfall auf Polen, dem Beginn eines rund 60 Mio. Tote  und und und fordernden ungeheuerlichen Schlachtens –  endlich darauf besinnen, mit Konflikten und Kränkungen so umgehen zu lernen, dass dergleichen nicht mehr „unterläuft“, …

… – weil man möglichst nicht hinzusehen wagt, welche Spieler da jeweils, gierig wonach, an welchen Ermächtigungs-Programmen basteln ? !!!  …

… –  und weil Gewalt doch für die allermeisten und ganz entgegen ihrer Christlichkeit auch nach 2000 Jahren noch das Mittel der Wahl ist, wenn es den Weg zum Zielzu verkürzen verspricht…?!

Wann je hätten die christlichen Kirchen sich der umfassenden Weisheit von Jesu Bergpredigt wirklich ohne Wenn und Aber zu stellen gewagt ?

Wie sehr vergreifen sie sich da in vieler Hinsicht tagtäglich an dem, den sie da noch dazu in heftigsten Dogmatismen verkünden ? !

Dass  die Botschaft des Auferstandenen: „MUSSTE DENN NICHT DER CHRISTUS SOLCHES ERLEIDEN UND SO IN SEINE HERRLICHKEIT EINGEHEN?“ (Lukas 24,26) den Appell bedeutet, Jesus genau darin nachzufolgen  …

… und das unter dem Dictum: „Friede sei mit Euch! Fürchtet euch nicht!“ …   ?

… was man nicht zu ändern vermag, bleibt eben zu erleiden …

– ohne Groll …

–  im Wissen um die je eigene ´Herrlichkeit´ in Sein und Werden, die dem göttlich in die Existenz gesprochenen DU des Ganzen gegenüber kein Unrecht und Leiden auszulöschen vermag …

–  sowie barmherzig gegenüber denen, die es nicht anders wussten?

–  Das erschließt sich den sogenannten „Realisten“ des Glaubens gemäß ihrer Überzeugung von der grundlegenden Lenkungsbedürftigkeit einer sündigkeits-gefangenen Menchheit mittels besonders begnadeter Kirchen-Autoritäten dann offenbar leider gerade mal in Teilen …

Sonst kämen ihnen andere Worte über die Lippen als die des Bischofs-Konferenz-„Wortes“ zum Weltkriegsbegrinn vor 80 Jahren !

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vgl.  gw/  1999 OSTERREFLEXION 

Gottes Liebe gilt laut Bergpredigt ausdrücklich Gerechten wie Ungerechten gleichermaßen – sie alle sind seine Geschöpfe und er nährt sie ohne Unterschied …

…, auf dass sie sich selbst und die gesamte Schöpfung als jene Worte eines sich auf sie hinsprechenden DU erfahren, das alles Existente einmalig und milliardenfach unverwechselbar in die vielfältigsten Weisen von Leben ruft … !


W e n n    Frieden sich ereignet, ereignet er sich über alles Quälende hinweg vermittels Frieden schenkender Menschenherzen – wie jenes des Auferstandenen …


„Bittet, und Ihr werdet empfangen.“, sagt Jesus –

– Aber doch wohl einander und von einander   –  und annahme-bereit !

mal gekränkt, mal heil geworden-zugewandt – in demütig-barmherzigem, wechselseitigem Verurteilungsverzicht …

voller Ehrfurcht vor dem erahnbaren göttlichen Wort in noch dem bedrängendsten Wesen …

und voller Respekt vor dessen vielfach aus Qualen wachsenden und ihrerseits Qualen bereitenden Grenzen … !

Gott wäre keiner, müsste man seine Ohren ´erstürmen´ !

Es  geht  um   u n s e r e   Ohren und Herzen – doch nicht um göttliche Großtaten … ! …

Gott   i s t   Wort und Herz und Ohr und Hand …   –  Um   s e i n e    Offenheit muss niemand bitten …

– … Es geht  d a r u m , dass  w i r   unsbetend und gleichsam um unsere tiefsten Erinnerungen an das umfassend Göttliche in allem bittend – in den Himmel  hinein … und weit über die Erde und all ihre Wesenheiten hin …  s p a n n e n, …

Himmel und Erde als jenes atem-& kraftspendenede DU an uns heranlassen, in das wir göttlicherseits hineingesprochen sind, … („Im Anfang war das Wort“)

jenes DU, das uns Berührung zu schenken vermag mit der ganzen Vielfalt, die wir alle – weit weit jenseits unserer selektierenden Ausgrenzungs-Wünsche – in uns tragen

In den Bildern von Vater, menschgewordenem Sohn und Geist rückt Jesus   d a s   in unseren Horizont…,   w a s   mit göttlichem Segen, mit göttlicher Gnade und göttlichem Beistand   gemeint sein kann:

ein unerschöpfliches DU, das uns ins Leben hineinspricht und – wo immer wir es zulassen – mit umfassendem Wohlgefallen beantwortend und stärkend begleitet …

… …  …  und überkommen verfasster Glaube verfängt sich …  in „Superman-Phantasien“  …  über diesen – definitionsgemäß ja vielleicht eher irrig erfasst „allmächtigen“ (!) – göttlichen Urgrund in allem … !

Wieviel beharrliche Ertaubung braucht es zu solchen Gottes-Phantasien ?


Wo unsere Herzen ihre Kampfpanzer nicht ablegen – obwohl, und gerade weil,  sie es auch mit Unrecht gegen sich zu tun haben -, …

werden sie weder Frieden finden, noch welchen zu schenken vermögen.

Verhärtungen schaffen allenfalls Friedhofsruhe…

Allein einem Uns-Halten-Lassen im allumschließenden Du Gottes sollten all unsere Bitten   – auch die „um Frieden“ –  folglich gelten … !

Das bewundernde Erbeben vor göttlichen Gewalttaten war der Horizont des Alten Testaments der Bibel.

Die Botschaft Jesu galt und gilt dem     – a l l e n    liebend  und   o h n e    U r t e i l  zugetanen –    göttlich auf uns zugesprochenen Du unserer Existenz …,
… – dem Jahwe, von dem immerhin Moses schon im Ansatz erfuhr: als von dem „Ich-bin-der-ich-da-bin-für-dich“  im brennenden Dornbusch !

M a c h t    hingegen bedeutet in der Regel die Verlockung ins Irrige – die Wüsten-FataMorganen Jesu sprechen das überdeutlch an … !

FRIEDEN  ist  GESCHENK :

–  er lässt sich eben nicht militärisch herstellen … !

–  wir können ihn nur wechselseitig halten, anbieten und erbitten, …

–  … uns so mit ihm beschenken lassen, wie es der österlich verklärte Jesus allen gegenüber tat, die seine auferstandene Berührung erfuhren…

– wir können ihn nicht aus fremder Hand erjagen, nur in uns wachsen lassen als Antwort auf jenen Frieden, den der für uns hat und gänzlich fraglos an uns schenkt, der uns in dieses Leben hineingesprochen hat   –  mit der Aufforderung zu einem  Fortan-Nicht-Mehr dessen, was wir anderen zugemutet haben… !

– wir können uns dafür öffnen & an andere weiterschenken, womit wir da von Gott selbst Beschenkte sind …

– und wir vermögen das zuerst wie zuletzt in jener Vergebungs-Kraft, die ein allumfangendes göttliches Du in unsere Herzen zu legen vermag, wo immer wir jeden verurteilungsgewissen Stein aus der Hand zu legen bereit sind …

… nur dann suchen wir unter uns   W a h r h e i t   im Sinne des Weges Jesu …,
jenseits allen bewehrten Umgangs miteinander

– die Wahrheit kindlich offenen Zutrauens in das große DU, das in allem schwingt erspürbar macht –

Wir sind nicht ´Instrumente Gottes´ (Herr Kardinal Marx, wie Sie auf dem Münsteraner ´Friedens´-Katholikentag meinten), wir sind von ihm Gemeinte… !

Lernen wir, einander zu meinen – nicht zuletzt da, wo wir übereinander stolpern… !

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